Leon Engler
Botanik des Wahnsinns
Als bei der Zwangsräumung der Wohnung seiner Mutter durch eine Verwechslung alles von Wert in die Müllverbrennungsanlage wandert, bleibt dem Erzähler wortwörtlich nur der Abfall der eigenen Familiengeschichte. Der Blick auf die Biografie seiner Familie offenbart dem Erzähler – einen Stammbaum des Wahnsinns.
Die Großmutter bipolar, zwölf Suizidversuche, der Großvater Stammkunde in der Psychiatrie Steinhof, die Mutter Alkoholikerin, der Vater depressiv. Und er blickt auf seinen eigenen Weg und wie er schließlich doch in der Anstalt landet – als Psychologe. Bei der Arbeit lernt er, dass ein Mensch immer mehr ist als seine Krankheit, dass Zuhören wichtiger ist als Diagnostizieren. Und er stellt sich bald die Frage, was das sein soll: ein normaler Mensch.
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